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der Hafen von Mölle in Schweden

 
Standort
Datum

Uhrzeit

 
Di. 08.07.08

17.30

 
geographischer Ort
Längen-/Breitengrad
 
zurückgelegte Seemeilen:
29,5 nm
Vortag:
8858,3 gesamt: 8887,8
   
 

 

Tagesereignisse
 
 

Ein relativ windloser Sommertag - abgesehen von den Schauerböen vor einer dunklen Regenwolke später - bedeutet "typisches Topsegelwetter" und lädt zum Hissen des Topsegels über dem einen Reff, das ich am Morgen ins Groß gebunden hatte, geradezu ein. Da ich die Möglichkeit von einigen stärkeren Böen zum Glück früh erkenne, kann ich das Topsegel rechtzeitug bergen und Betty läuft während den Schauern auch bei halbem und raumem Wind mit geringem Ruderdruck in Richtung der Küste Schwedens. Nach der schwachen Front kommt das Topsegel wieder hoch und der für das Verkehrstrennungs-gebiet angeworfene Motor schiebt das Schiff bis zum Hafen Mölle durch eine jetzt windstille Flaute.
Den Ort Mölle hatte ich schon bei der Abfahrt zum Ziel gewählt, weil er als letzter kleiner Hafen vor dem Kap 'Kullen' liegt, wo die schwedische Küste stark nach Nordost schwenkt - möglicherweise eine Falle bei einer Wetteränderung auf westliche Windrichtungen. Beim Näherkommen vom Wasser kann ich eine Reihe großer, weißer Herrenhäusern ausmachen, die wie weiße Tupfer an dem Hang der Hügelkette des Kullen kleben. Das sieht malerisch aus und nach dem Vertäuen des Schiffs packe ich schnell ein paar Sachen zusammen und starte auf einen spätnachmittäglichen Ausflug. Aus dem bald eine längere Wanderung über die Hügelkette des Kullen wird. Hier finde ich eine einzigartige parkänliche Kulturlandschaft auf Granitgestein: liebliche Täler mit fast mannshohem Gras und einem Mix aus Laub- und Nadelbäumen; und kahle, nur mit Krüppelkiefern bestandene Gipfel, die immer wieder zum Abzweigen vom Weg einladen und großartige Ausblicke über die blauen Waser des Kattegat bieten.
Am liebsten hätte ich ein Zelt, meinen Schlafsack und eine Grundausrüstung zum Campen dabei - nur zu gern würde ich eine guten Platz für die Nacht wählen und gleich hier übernachten (was natürlich nicht erlaubt ist, worauf auch am Anfang des Weges Schilder hingewiesen hatten.), um erst am morgen zurück zum Schiff zu wandern.

So entsteht ein Plan, der irgendwann einmal möglicherweise in die Tat umgesetzt werden kann: "Cruising und Campen". Was ich damit meine, ist das Reisen als Kombination aus dem Segeln von Hafen zu Hafen, ausgerüstet mit allem, was ich für längere Ausflüge an Land bräuchte: einem Klappfahrrad, Einmannzelt, kleiner Campingausrüstung, Wander-klamotten etc., kurz gesagt einer mittleren Globetrotter-Ausstattung und dem Besuch von Sehenswürdigkeiten im weitesten Sinn in der Nähe. Wenn jetzt noch ein Laptop mit Internetverbindung an Bord wäre, könnte ich sogar schon vor Erreichen eine Hafens die Möglichkeiten für schöne Ausflüge in die Umgebung heraussuchen. Die nicht unbedingt zu Fuß oder mit dem Fahrrad gemacht werden müssen, sondern bei größeren Entfernungen auch mit Bus oder Bahn erreicht werden könnten und Übernachtungen wären natürlich auch im Hotel oder 'Bed & Breakfast' möglich. Ein schöner Plan unter einer Bedingung: viel, viel Zeit zum Reisen!

   
  Skipper:Jan Holthusen  

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