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Die Smack Werft

Aldous Werft in Brightlingsea ca. 1913
Aldous Werft in Brightlingsea ca. 1913

Die Bootsbauer aus Essex

Schiffszimmerleute und Bootsbauer aus Essex schufen schon einige Zeit vor 1800 scharf gebaute, schnelle Kutter, aber noch bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein waren geklinkerte Smacks mit völligem Rumpf und rundlichem Bug allgemein in Gebrauch. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich die kuttergetakelte Smack von Essex dann schon fast zur Vollkommenheit entwickelt. Das war in erster Linie das Verdienst der Bootsbauer vom Colne, die ab etwa 1790 von den Formen schneller Yachten beeinflußt wurden, die sie ebenfalls bauten und auf denen Seeleute aus der Gegend segelten. Diese yachtgewohnten Seeleute verlangten auch als Fischkutter Boote, die schnell waren und gut kreuzten. Auf diese Weise haben Yachten und Fischkutter sich dort schon sehr früh gegenseitig beeinflußt. Philip Sainty, der eine Werft in Wivenhoe hatte, war bis zu seinem Tode im Jahre 1837 für den Bau von Fischkuttern und Yachten bekamt. Die Familie Harris aus Rowhedge baute zwischen 1840 und 1875 über sechzig Smacks, darunter viele große Kutter, einige Ketschen und darüber hinaus viele Yachten.

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das Abnehmen der  Loftinglinien von einem Halbmodell

das Abnehmen der Loftinglinien von einem Halbmodell

  Smackwerften in Brightlingsea
 
In Brightlingsea baute die Familie Aldous sehr viele Smacks aller Größen und Typen. Andere wurden im gleichen Ort von Root und Diaper gefertigt und kleinere Smacks später von Douglas Stone. Einige große Smacks liefen in Ipswich bei Read und Page vorn Stapel und später bei Thomas Harvey und Sohn, dessen in Wivenhoe gelegene Werft wahrscheinlich die formschönsten und am saubersten ausgeführten Smacks hervorgebracht hat.

Die Werft von Robert Aldous

Aldous aus Brightlingsea baute zwischen 1857 und 1867 sechsunddreißig dieser großen Kutter, Harris in Rowhedge und Harvey in Wivenhoe ebenfalls eine ganze Reihe und einige entstanden am Blackwater. Neben diesen 20- bis 40-Tonnern erschienen die kleinen zehn Tonnen großen Kutter, die in den Flußmündungen Austern fingen, wie Zwerge. Diese großen und kleinen Smacks unterschieden sich in Arbeitsweise und Aktionsradius ebenso stark voneinander wie der heutige Hochseetrawler und das offene Boot des Küstenfischers.
  Robert Aldous auf der täglichen Inspektionrunde
Robert Aldous auf der täglichen Inspektionrunde

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John Cann mit einem Halbmodell

 

  The Cann’s Yard of Harwich
 
Die Boote aus Harwich, vor allem die von John und Herbert Cann gebauten, hatten besonders wohl geformte Rümpfe. Die Brüder Cann übernahmen ungefähr 1890 die von ihrem Vater George Cann 1868 gegründete Werft, die von Brightlingsea nach Harwich umgezogen war. Ungefähr 30 Leute waren auf dieser Werft beschäftigt. Sie bauten hauptsächlich Barges (Segelschuten) und Beiboote dafür. Die Beiboote wurden in Serie gebaut, jede Woche eines.

John Cann zeigt das Halbmodell einer Smack

 

Auf dieser Werft wurden ungefähr zwölf Bawleys gebaut, darunter auch Helen and Violet und Doris, die schnellsten Boote dieses Typs. Viele der Entwürfe stammten von John Cann, der Halbmodelle vom „Krähennest“-Typ baute, von denen er dann die Maße abnahm. Seine Bawleys waren sehr formschön, mit ausfallendem Spiegel, abgerundetem Stevenanlauf und großartigen Spantformen. John war begeistert bei seiner Arbeit, stand morgens schon um fünf Uhr auf, und wenn viel zu tun war, ging er manchmal mit Stiefeln ins Bett, um morgens beim Anziehen Zeit zu sparen.

aus “Smacks and Bawleys” von John Leather

Gestern und heute

Pflege von Smacks auf dem Brightlingsea Hard   das 'Smack Dock' am Ort der Aldous Werft heute

Smacks auf dem Slip der Aldous Werft 1913

 
das 'Smack Dock' am Ort der Aldous Werft heute

 

 

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